Am 02.07.2018 startete die 3. Auflage der Erfolgsgeschichte Shakespeare League. Gestern, am 16.03.2019, fand sie im Keller des Shakespeare ihren Abschluss und im Rahmen des Finalturniers einen würdigen Sieger. Wie schon in der 1. Auflage, setzte sich unser Vereinspräsident Gero „Interceptor“ Jensen durch und wurde seinem Nickname wieder einmal vollauf gerecht. Ein langer Weg, welcher aber nicht nur einen Sieger hervorgebracht hatte.

257 Tage, in denen 153 Spiele der 1. Liga und 193 in der 2. Liga absolviert wurde. 345 Spiele, mit denen sich die insgesamt 40 teilnehmenden Dartists in den Tabellen platzierten. Hart umkämpfte Spiele, in denen es in der 1. Liga um die begehrten 7 Plätze zur direkten Finalteilnahme, zumindest aber um die Plätze 8 bis 10 ging, welche ein Play Off gegen einen der ersten drei der 2. Liga ermöglichte. Aber es galt auch den Abstieg zu vermeiden, welchen am Ende die letzten drei antreten müssen. Die Plätze 15 und 14 dürfen noch auf einen Verbleib in der Eliteklasse hoffen, indem sie in den kommenden Tagen ein Relegationsspiel gegen den 4. Und 5. Der 2. Liga erfolgreich beenden.

35 180er, 11 Highscores, 23 Highfinish, 12 Bullfinish und 40 „echte“ Lowdarts, eingespielt von 32 verschiedenen Teilnehmern bezeugen das hohe Niveau der Liga. Alleine in den 30 Spielen des Finales sind 25 Specials gefallen.

Ein Finale, das mit den drei Play Off Spielen begann. Michael „Pacco“ Pahnke setzte sich dabei als 8. der ersten Liga denkbar knapp gegen Martin „Martinezzz“ Seffers (3. der 2.Liga) mit 4:3 durch. Kurzen Prozess machten hingegen die Favoriten Marcel Rezepka (1. der 2.Liga) und Thilo „Mücke“ Bauer (2. der 2.Liga) gegen den 10 und 9 der 1. Liga. Malte Pinkernelle und Hermann Thies hatten dabei, mit jeweils 0:4, keine echte Chance.

Somit standen die vermeintlich zehn besten Shakespeare Dartist Spieler als Teilnehmer der beiden Finalgruppen fest. In Gruppe 1 trafen Gero, Marcel, Michael „Tzmarty“ Kull, Marc „Krümel“ Nieselski und Cedric Cammann, in Gruppe 2 Steffen „Imi“ Imsieke, „Tobi“ Bartel, Marc Unger, Pacco und Mücke aufeinander. Modus war best of 6, womit wie schon in der Ligaphase auch 3:3 Unentschieden möglich waren.

Gruppe 1: Die beiden Aspiranten auf den großen Pott, Gero und Marcel, begannen das Finale mit einem hart umkämpften 4:2 für Gero, der damit eine deutliche Duftmarke hinterließ. Gero wollte den Pokal, den er schon in der ersten Auflage errungen hatte, ein weiteres Mal gewinnen. C-Team Kapitän Tzmarty erspielte ein starkes 4:1 gegen D-Teamler Cedric und wollte sich in der Gruppe, in der es eigentlich nur um die Plätze hinter den Top-Guns des A-Teams ging, gut verkaufen. Marcel und Tzmarty trafen daraufhin aufeinander, was nach dem Papier eine klare Angelegenheit sein sollte. Weit gefehlt. Nach kurzer Zeit führte der Außenseiter nach gutem Spiel und nahezu perfekten Checks 3:0, hatte ein Remis sicher, aber scheiterte in der Folge an sich und einem plötzlich brillant aufspielenden Marcel. LD 18, LD 13, und ein LD 21 unter Druck, Tzmarty stellte sich mit 177 noch die Doppel 11, sicherten Marcel das Unentschieden. „Abfangjäger“ Gero konnte kurz darauf, nach einem überraschenden 2:2 Zwischenstand dann doch noch ein 4:2 gegen Tzmarty einfahren. In der gesamten Ligaphase hatte Gero alle Spiele souverän gewonnen, und nur gegen die Schokolinse ließ er mit einem 1:4 Federn. Seitdem hat Gero eine deutliche Aversion gegen die Zahl 136. Zu gern hätte Tzmarty das Kunststück wiederholt, aber Gero ließ ihn dieses Mal nicht. Somit hatte Marcel es in der Hand. Mit zwei 4:0 über Krümel und Cedric hatte er nach Legs die Nase vorn und damit Platz 2 zum Einzug ins Halbfinale sicher. Mit einem Sieg über Cedric, erspielte sich C-Team Akteur Krümel Platz 4, und ohne zählbaren Erfolg schloss Cedric auf Platz 5 die Gruppe ab.

Gruppe 2: Alle fünf Kontrahenten konnten sich in dieser recht ausgeglichenen Gruppe Chancen auf das Halbfinale machen. Imi, als Sieger der 2.Auflage und somit Titelverteidiger, bezwang beim A-Team Aufeinandertreffen die Mücke im ersten Spiel mit 4:2 und legte damit den Grundstein zum Weiterkommen. Tobi, der schon immer ein guter war, aber in den letzten Monaten spielerisch nochmals zulegen konnte, fertigte C-Teamkollegen Pacco mit 4:0 ab. Und auch Mücke hatte gegen ihn, bei gleichem Ergebnis das Nachsehen. Zeitgleich durfte Marc Unger, ex A- und nun als einzige Vertretung des B-Teams, gegen Imi in das Geschehen eingreifen. Der „Kaltstartspezialist“ zeigte in einem guten Spiel seine Qualitäten und konnte Imi mit 3:3 einen Punkt abringen. Anschließend gewann Marc gegen Pacco mit 4:2, während Imi seine Routine gegen Tobi zum 4:1 ausspielte. Damit war nach sechs Spielen klar, das noch nichts klar war. Marc machte Mückes letzte Hoffnung zum geplanten Halbfinale, mit sicherem Spiel und einem 4:2 zunichte und Imi ließ beim 4:0 keine Zweifel aufkommen, dass er noch mehr als „nur“ den Gruppensieg anstrebte. In einem „Finale“ um Platz zwei, Marc hätte ein Remis gereicht, zündete Tobi den Turbo, gewann 4:0 und setzte sich somit klar durch. Zum Abschluss der Gruppenspiele gewann Pacco das schnellste Spiel des Tages mit 4:0. Mücke hatte dabei nicht einen Checkdart, warf kein Treble, nicht einmal die Nachbartreble und hätte unter gleichen Voraussetzungen auch gegen Witwe Bolte deutlich verloren. Er war nicht mehr angetreten und badete lieber in seinem Frust. Kopf hoch „Icke“. Wahre Größe zeigt man in der Niederlage und auch das kann man lernen.

Somit brauchte Cedric in den Platzierungsspielen nicht mehr ans Board treten und gewann ebenfalls Kampflos den 9. Platz. Im Spiel um Platz 7 kam es zu einem weitern C-Team Duell, in dem Pacco mit 4:1 gegen Krümel gewinnen konnte. Währenddessen und deutlich früher fertig, waren Tzmarty und Marc. Über die volle Distanz, mit sieben klasse Legs, zog Marc am Ende mit 3:4 den Kürzeren. Der Bullwurf zu Beginn war anscheinend ausschlaggebend, den Jeder gewann knapp seine Anwürfe.

Die Halbfinals wurden zu klaren Angelegenheiten. Gero war für Tobi, zumindest in diesem Spiel, dann doch ein unüberwindbares Hindernis. 4:0 hieß es am schnellen Ende. Marcel und Imi nahmen sich zumindest ein Leg mehr Zeit, aber auch hier war es am Ende mit 4:1 für Marcel doch recht deutlich.

Im Spiel um Platz drei wurde es spannender. 4:2 gewann Imi gegen Tobi, nahm schnelle Glückwünsche entgegen, krallte sich seine Urkunde samt Trophäe und machte sich schleunigst auf den langen Weg nach Osnabrück. Termine, Termine, Termine. Toll, dass er es als Titelverteidiger trotzdem einrichten konnte, obwohl die Feier dort nun erst später mit musikalischer Unterstützung des anreisenden DJ´s rechnen konnte.

Im Keller des Gutenberghofs hingegen spielte die Musik längst. Das Schlussstück war angekündigt und mittlerweile bildete sich eine Menschentraube um das Finalboard. Erwartungsvolle Teilnehmer und eine zunehmend steigender Anzahl an Zuschauern machte den Raum zum Ally-Pally. Das letzte Spiel des Finaltages entsprach dem, welches das Finalturnier eröffnet hatte.

Gero „Interceptor“ Jensen vs Marcel „Dart Vader“ Rezepka

Phasenweise zeigten beide Finalisten ihre Nervosität und damit den Stellenwert dieses Spiels. Gero und Marcel ließen nie einen Zweifel an ihrem Siegeswillen, unterstrichen diesen mit tollen Aufnahmen und brachten die Stimmung zum Siedepunkt. Marcel kämpfte sich immer wieder an Gero ran, holte ein 2:4 auf und beim Stand von 4:4 sollte der Decider entscheiden. Trotz des Vorteils der ersten Aufnahme, konnte Marcel seine Chance nicht nutzen. Wie schon im Finale der letzten Vereinsmeisterschaft musste er zusehen, wie Gero den letzten Dart im Doppel versenkte. Freude und Erleichterung bei Gero, verständliche Enttäuschung bei Marcel. Applaus dem Sieger, der nun beide Trophäen bei sich vereint.

Die „Shakespeare League“ ist ein toller Wettbewerb, der weiter wächst und Mitte des Jahres in seine vierte Auflage gehen wird. Dann allerdings nicht mehr von mir organisiert, da ich nach drei Jahren den Staffelstab nun an Cedric und Jens „Korsar“ Plagemann weiterreichen werde. Diese werden mein Baby der steigenden Nachfrage anpassen und mit notwendigen Regeländerungen versehen.

Vielen Dank allen Teilnehmern, die die League zu einer Erfolgsgeschichte gemacht haben.

Euer Tzmarty


Kommentare   
#2 Jens Plagemann 2019-03-18 13:30
Glückwunsch an den Sieger, aber auch an die Finalisten! Wer sich in rund 20 Spielen durchsetzt und ins Finale einzieht kann so blind schonmal nicht sein! Hoffe wir sehen uns in Saison 5 in Liga 1.
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#1 Frank Kinder 2019-03-17 16:56
Tzmarty, Danke für die bisherige Orga und das installieren der Shakespeare League. Ein echter Erfolg und mit den 40 TN ein absoluter Knaller! Toller Bericht und ein fast erwartetes Finale! Ihr hattet fast alle richtig Spaß! Bis zur Neuauflage - Good Darts!
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